Jeder zweite deutsche Staatsbürger betreibt Glücksspiel. Dies hat nun eine Studie der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) ergeben. 50% der 16 bis 65-Jährigen haben laut den Daten der BZgA im letzten Jahr an mindestens einem Glücksspiel teilgenommen. Damit ist die Zahl der Spieler in Deutschland im Vergleich zu den Zahlen von vor zwei Jahren ungefähr gleich geblieben. Insgesamt spielen mehr Männer (60 Prozent) als Frauen (47 Prozent) Glücksspiele – allerdings gleicht sich das Geschlechterverhältnis immer weiter aus.
Laut Schätzungen der Bundeszentrale haben etwa 1,1 Prozent der Bevölkerung mit problematischem oder sogar pathologischem Spielverhalten zu kämpfen. Das bedeutet, dass rund 600 000 Menschen in der BRD spielsüchtig sind. „Das Glücksspielverhalten in Deutschland bietet weiterhin Anlass zur Sorge“, mahnte BZgA-Direktorin Elisabeth Pott. Besonder junge Männer seien gefährdet, von der Sucht eingeholt zu werden. Häufig würde die Gefahren der Spielsucht unterschätzt, bis es zu spät sei.
Die Studie ergab allerdings in diesem Zusammenhang auch, dass sich immer mehr Deutsche der Risiken des Glücksspiels bewusst seien. 61 Prozent der Befragten gaben an, sich gut über die Gefahren informiert zu fühlen. Vor drei Jahren lag die Zahl unr bei 30% der Befragten.
Besonders beliebt bei den Deutschen sind Lotto, Sportwetten und Poker. Besonders im Internet wird sehr viel gepokert und auch die Online Casinos werden von deutschem Boden aus häufig aufgerufen. „Man kann eine Verschiebung von den klassischen Spielbanken zu den Online Angeboten feststellen“, meinte ein Sprecher der BZgA, „besonders im Poker und Sportwetten Segement werde die staatlichen Angebote zunehmend zugunsten der besser organisierteren Online Angebote verschmäht.“











